Das ist doch der Gipfel“, sagen manche Leute, wenn jemand zu Corona-Zeiten verreist. „Ja“, sagen wir: „Der Gipfel war unser Ziel. Nicht nur einer!“ 

Im wunderschönen Salzburger Land, genau in der Region Hochkönig, die auch „Gipfel der Gefühle“ genannt wird, konnten wir Ende Oktober bei traumhafter Herbstsonne über grüne Wiesen, durch bunte Wälder zu urigen Almhütten wandern und natürlich auch Gipfel, real und mental, bezwingen.

Fotos: Michael Schulze

Nicht nur die imposante Bergwelt mit Prinzensee und Hochkönig brachten uns Glücksmomente. In einer Woche aktiver Entspannung mit viel Abwechslung, zusammen mit sympathischen Menschen, die Freunde bereits sind oder Freunde wurden, haben wir Kraft, Energie und frische Luft getankt. Somit Körper, Geist und Immunsystem gestärkt um dem „Corona-Winter“ den dicken „Stinkefinger“ zu zeigen.

Foto: Michel Schulze, Foto: Peter Honerath

Bereits im Januar, als wir, ebenso wie alle Menschen der Welt, noch nichts von Viren namens Covid-19 ahnten, haben wir, Christina, Peter, Michael und ich eine Woche Yoga-Workout plus ein paar Tage zum Kennenlernen der Gegend „Maria Alm – Dienten – Mühlbach“ in der Region Hochkönig gebucht. Die Monate vergingen, der Zeitpunkt des Aktivurlaubs rückte näher: beobachten, informieren, hoffen, starten! Ja, wir konnten starten, denn das Salzburger Land war noch nicht zum Risikogebiet erklärt.

Link: https://alpin-tours.com/yoga

Link: https://www.hoteleder.com

Zusammen mit drei weiteren Bühler Sportfreunden und Trainerin Kathi konnten wir vier uns mit zwei Yogis aus Österreich bzw. Süddeutschland am 17.10.20 im Hotel Eder treffen. Zehn Personen zu Zeiten der Pandemie waren im Trainingsraum erlaubt, wir waren komplett. 

Das Rund-um-Paket zur Stärkung von Körper und Geist

Familiäre Herzlichkeit empfing uns im Hotel Eder und übertrug sich auf die neu formierte YogaClass. 

Maßgeblich hatte Kathi, Yogatrainerin aus Bühl, für das unkomplizierte Zusammenfinden einer sehr gemischten Gruppe das richtige Gespür. Stolz und glücklich konnte jeder von uns täglich Fortschritte in Beweglichkeit, Kraft und Balance spüren. Kathi bereitete uns mit gezielten Übungen auf Yogaflows vor, so dass auch Anfänger über sich hinauswuchsen. Nachdem Workshop „Schultern“ hatten unsere „Büromänner“ ein großes „AHA-Erlebnis“ und haben einige Übungen inzwischen in ihren Alltag integriert. 

Fantastisches Herbstwetter alá „Goldener Oktober“ war verlockend für Outdoor-Aktivitäten. Zwischen 10.30 Uhr bis 15.00 Uhr zog es die meisten von uns in die frische Bergluft zu unterschiedlichen Zielen. Auch Yoga-Lehrerin Kathi liebt die Herausforderung hohe Berge zu erklimmen.

Foto: Michael Schulze

Fotos: Michael Schulze, Peter Honerath, Christina Honerath, Kathi Zorandy

Wer Lust hatte, kam um 15.30 Uhr zum 90 Minuten Yoga-Workshop. Und wir hatten Lust! Außerdem Spaß und lernten neue Seiten unserer Körper kennen. Wer noch nicht genug hatte, lies den Tag mit einer entspannten Yoga-Stunde ausklingen.

Fotos: Michael Schulze

Zum Abendessen trafen wir zehn Yogis uns im Restaurant des Hotels. Familie Schwaiger-Eder und ihr Team achteten mit freundlicher Aufmerksamkeit auf die zurzeit notwendigen Corona-Schutzmöglichkeiten. Dabei verlor ihre Philosophie „jeder Gast soll sich ein wenig zuhause fühlen“, nicht an Bedeutung. Wir konnten Bodenständigkeit und Herzlichkeit erleben sowie traditionelle Pinzgauer Schmankerl und international inspirierte Gerichte genießen. 

Abschied

Am 5.Tag endete mit der morgendlichen YogaClass der Workshop und nach dem letzten gemeinsamen Frühstück hieß es Abschied nehmen von Patricia, Andreas, Stefan, Christiane und Andy, die wieder nach Hause mussten.

Wir waren uns einig: Es hat riesig Spaß gemacht, wir haben durch körperliche Anstrengung Entspannung erlangt. Der kommunikative Austausch in der Gruppe, Herzlichkeit und Charme der Hotelfamilie und die herrliche, abwechslungsreiche Natur waren zusätzlich Wellness für Körper und Seele. 

Link: https://www.hoteleder.com/team

Foto: Michael Schulze

Rein in die Wanderschuhe 

Christina, Peter, Michael und ich wollten noch ein wenig mehr in der Region Hochkönig entdecken. Wir waren zum ersten Mal hier, also verlängerten wir unseren Aufenthalt bereits im Januar um zwei Tage. Warum nicht Hotel, Schwimmbad und Sauna genießen? Warum nicht rein in die Wanderschuhe und nach den Tipps unserer Gastgeberin Frau Schwaiger auf Erkundungstour gehen?

Fotos: Peter Honerath und Michael Schulze

Vom Prinzensee zur Jufenalm

Wie schon erwähnt, konnten wir bereits zwischen den Yogastunden einige Wanderungen unternehmen. So führte uns unsere erste Erkundungstour Richtung Prinzensee. 

Mit dem Hotelausweis erhielten wir das Ticket für die Natrunbahn für den gesamten Aufenthalt im Hotel Eder in Maria Alm.

Also am ersten Tag, nach der ersten YogaClass erstmal langsam starten. Wir steigen in die Gondel gleich hinter dem Hotel Eder. Schon schweben wir über die Landschaft und verschaffen uns den ersten Überblick.

Fotos: Michael Schulze

Wir wandern am Hochseilpark für große und kleine Kletterer vorbei, staunen über den Waldrutschpark (rutschen statt Abstieg, heben wir uns für später auf). Nach ca. 10 Minuten sind wir an unserem Ziel, dem Prinzensee. Im glasklarem Wasser spiegelt sich die Bergformation, faszinierend.

Fotos: Peter Honerath und Michael Schulze

Unsere Rundwanderung führt uns über die Jufenalm. In der Sonne sitzend löschen wir unseren Wanderdurst. Was essen denn so die Gäste an den Nachbartischen? Spezialität Kasnockln, aber von merkwürdigen Tellern. Nochmal hingeschaut. Lustig, einige Schmankerl werden auf Kehrschaufeln statt auf Tellern serviert.

Link: https://www.jufenalm.at

Triafnfall – ein ungewöhnliches Naturwunder

Wir hören zum ersten Mal den Begriff „Triafnfall“, auch Triefenfall. Was kann das sein? Ein Wasserfall der trieft? Wir sind neugierig und die Erklärung finden wir bestimmt vor Ort. So wandern wir von Maria Alm-Hinterthal am Bachufer der Urslau ins gleichnamige Tal. Der Weg verjüngt sich in einen lauschigen Wanderweg. Wir verlassen den Weg zum Kiefernwald und überqueren über eine Holzbrücke die Urslau.

Fotos: Michael Schulze

Nach wenigen Schritten stehen wir vor dem beeindruckenden Naturschauspiel. Unzählige perlende Wasserschnüre rieseln über eine schmale Felswand. Aus 2-3 Meter Höhe fällt dieser regenartige Tropfenvorhang über eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht zur Urslau hinab. Rund 100 Meter lang ist dieser faszinierende Wasservorhang, der aus einer Reihe von Kalktuffquellen gebildet wurde. Das Naturwunder besteht in seinem Kern aus einem harten Konglomeratkörper, durchzogen von einem waagerecht verlaufenden Quellhorizont. Dieses ewig rieselnde, triefende Wunder ist Ursache für eine großflächige quelltuffähnliche Moosdeckenflur. Hier konnten sich auf kleinstem Raum 39 Laub- und Lebermoosarten sowie 96 Farn- und Gefäßpflanzenarten entwickeln.

Diese Naturerscheinung am Fuß des Steinernen Meers gilt hinsichtlich Eigenart, Form und Ausdehnung als einzigartig im Bundesland Salzburg. Deshalb wurde das Naturjuwel 2002 zum Naturdenkmal ernannt.

Fotos: Michael Schulze

Michael möchte unbedingt hinter den Tropfenvorhang unter den kleinen Felsvorsprung. Barfuß durch den Gebirgsfluss Urslau, der wahre Kneipp-Moment. Wie sieht die Natur wohl durch die beschaulich rieselnden Wasserschnüre aus?

Fotos: Peter Honerath

Fotos: Michael Schulze

Von den Sitzbänken aus gefällt uns das Naturschauspiel auch. Jetzt haben wir reichlich frische, mit viel Wasser angereicherte Luft in unseren Lungen und können entspannt zurück nach Hinterthal wandern.

Fotos: Michael Schulze

Kulinarische Königsgefühle

Eine tolle Hiking-Tour mit dem Ziel Grünegg Alm ist eine weitere Empfehlung von uns.

Fotos: Michael Schulze

Vom kleinen Ort Dienten geht es recht steil bergauf. Unser erster Fotostop ist die Dorfkirche mit Friedhof auf einem Hügel. Die Kirchgänger müssen ziemlich trittsicher sein, stellen wir fest.

Über grüne Wiesen auf denen Pferde, Esel und Ziegen gemütlich vor-sich-hin kauen, führt uns ein schmaler Waldweg auf 1.190m Höhe zur Grünegg Alm.

Fotos: Peter Honerath und Michael Schulze

Immer wieder ein Blick zurück und der Hochkönig grüßt uns im Sonnenschein. Ein Märchenpfad erklärt Sagen und Märchen der Region. Dann sind wir am Ziel. Nach dem Aufstieg belohnen wir uns mit Kaiserschmarrn und Nougatknödel. Ziemlich üppig, da muss ein Schnapsel hinterher. Das größte Problem „die Qual der Wahl“. Denn hier in der Edelbrennerei der Familie Rainer ist die Auswahl der guten Tropfen groß. Ergebnis: kleine Verkostung, großer Einkauf.

Link: https://www.gruenegg.at

Paradies für Mountainbiker

Mehr als 20 Touren bieten Abwechslung. Es gibt auch Touren, die ein wenig anstrengend, aber nicht zu herausfordernd sind. Mit einem e-Bike geht’s leichter bergauf. Wir müssen uns entscheiden. Schließlich wollen wir die Landschaft und wunderbare Bergwelt wahrnehmen, eben „Genussradeln“. Problemlos können Christina, Peter und Michael in Maria Alm e-Bikes leihen und ihre Radelform testen. Ich teste in der Zwischenzeit den Pool, lese in der witzig gestalteten Lobby, mach mir ein paar Gedanken, welche unserer Eindrücke könnten euch interessieren, spaziere durch den Ort und schon ist es Zeit für den gemeinsamen Appero.

Fotos: Peter Honerath

Link: https://www.schlosskammer.at/de

Christina, Peter und Michael kamen total enthusiastisch von ihrer Radtour zurück und schwärmten von einem Gasthof, in dem sie unbedingt mit mir an einem der noch verbleibenden Abende essen wollten. Gasthof Schloss Kammer. Wir erlebten einen Abend voller Genuss und herzlicher Gastfreundschaft. Solltet ihr in der Gegend, egal in welcher Jahreszeit Urlaub machen oder einfach einen Stop auf der Durchreise in andere Regionen planen, lasst euch dieses geschichtsträchtige Ambiente und die Köstlichkeiten aus Küche und Backstube nicht entgehen. (Für Autofahrer gibt’s einen großen Parkplatz.)

Fotos: Michael Schulze

Tom Almhütte

Wir wollten doch noch in den Röhren des Waldrutschparks unseren kindlichen Mut testen. Also hoch auf Tom Almhütte.  Ein Ideen-Schmaus für die Augen und Genuss auf Teller und im Glas erwartet uns. Jung, modern und innovativ seit 2018 etwas ganz besonderes hier auf dem Berg Natrun. Nochmals Glück mit dem Wetter, wir können draußen sitzen, tief die frische Bergluft in unsere Lungen strömen lassen und genießen, genießen, genießen.

Foto: Gudrun Schulze

Link: Link: http://www.edertom.com

In Null-Komma-nix sausen wir abwechselnd mit Kids aus Berlin und NRW durch die Röhren. Ein Riesenspaß. So schnell sind wir bisher noch nie von einem Berg, zumindest im Sommer, herunter gerutscht.

Fotos: Christina Honerath, Michael Schulze

Last Not Least

Am letzten Abend möchten wir, dass Michael im Mittelpunkt steht. Er hat Geburtstag. Wir reservieren das Geburtstags-Dinner im Sepp, ein Alpine Boutique Hotel für Erwachsene und alle über 21.

Das Ambiente ist sehr außergewöhnlich. Charmante Extravaganz erwartet uns. Es gibt viel zu entdecken und zu bestaunen. Den Thermal-Infinity-Pool und die Sauna im Airstream heben wir uns für den nächsten Besuch 2021 auf. Jetzt genießen wir das mondäne, dennoch urige Restaurant, hauseigenen Sparkling Wine und das Geburtstagsmenü mit kleinen Überraschungen.

Fotos: Michael Schulze, Peter Honerath

Link: https://www.edersepp.com

Winterzauber

Wie können in diesem unberechenbaren Winter 2020/21 Ski- und Snowboard -Fans, Skiwanderer, Familien die Schnee und Berge sowie Rodelvergnügen lieben, ihren Winterurlaub planen? Können sie überhaupt in diesem Winter den Zauber der verschneiten Bergwelt genießen? Wie können Hotels, Restaurants, Hütten und Bergbahnen diese wichtige Saison wuppen? Welche Kompromisse werden gefunden, damit ein wenig Winterwunderland-Feeling für Alle möglich ist? Wir müssen etwas Geduld haben. Die Wintersaison startet hoffentlich ab Januar/Februar 2021!

Unsere herbstlichen Wandertouren ließen ahnen wie wunderschön ein Ski-oder Winterurlaub in der verschneiten Jahreszeit hier sein muss.

Wichtig! Wichtig! Wichtig!

Ein Nachtrag, der uns am Herzen liegt:

Kathi Zorandy unterrichtet seit Jahren am letzten Sonntag im Jahr eine Charity Stunde auf Spendenbasis, bei der sie für die José Carreras Stiftung sammelt. Ihr kennt diese Stiftung? Sie setzt sich ein für die Forschung gegen Leukämie und Krebs. José Carreras großer Wunsch ist „Leukämie muss heilbar werden: immer und für jeden“.

Wir sind genauso wie Kathi der Meinung, dass diese Stiftung Hervorragendes leistet. Ihr könnt diese Aktion gern unterstützen und habt noch einen persönlichen Benefit davon. Wie?

Kathi Zorandy lädt am 27. Dezember 2020 um 16.00 Uhr via Zoom zu ihrer Jahresabschluss Yoga Class ein. Normalerweise findet die Stunde in Bühl statt, aber in diesem Jahr ist vieles anders. Deshalb streamt Kathi via Zoom und da können Yoga-Fans sowie die, die es werden wollen, live daran teilnehmen sogar eine größere Anzahl als im Trainingsraum.

Kathi gibt jede Spende 1:1 an die Stiftung weiter, daher schreibt bitte in den Betreff „Spende“.

Hier kommen alle wichtigen Infos:

Katharinazorandy@gmx.de

Zoom Info:

Thema: Jahres-Abschluss-Yogaclass mit Kathi

Uhrzeit: 27.Dez.2020 04:PM

Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten:

https://us02web.zoom.us/j/81399244211?pwd=Nnl3Q2lvY1VGV2c4NlYzeVgzVmJ2dz09

Meeting-ID: 81399244211

Kenncode: Hoffnung

Wir treffen uns am 27.12.20 und geben von unseren Matten den Gruß „Hoffnung“ an die José Carreras Stiftung weiter. Versprochen!