Zehn Prozent der Gesamtfläche Sri Lankas ist für Wildschutzgebiete reserviert. Da findet jeder seinen Nationalpark.

Vielleicht interessiert euch die exotische Vogelvielfalt im Bundala-Nationalpark? Solche bunten Vögel sind in Europa eher selten. 

Fotos: © Michael Schulze

Oder wollt ihr lieber im Udawalawe-Nationalpark Wasserbüffeln und Elefanten, besonderes Highlight, einem Tusker in freier Wildnis begegnen? 

Fotos: © Michael Schulze

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Tusker, Udawalawe-Nationalpark

Im Yala-Nationalpark gibt es laut Parkverwaltung die größte Leoparden Population der Welt, aber auch andere Säugetierarten, so der Indische Elefant, der Lippenbär, der Wasserbüffel, der Goldschakal, der Axishirsch, der Hulman-Affe sowie über 200 Vogelarten und größere Reptilien wie der Bengalenwaran. Wusstet ihr, dass sich das Sumpfkrokodil mit weit aufgesperrtem Maul sonnt? Als wir das Sumpfkrokodil besuchten, hatte sich die Sonne hinter Wolken versteckt, also hielt’s sein Maul.

Fotos: © Michael Schulze

Fotos: © Michael Schulze

Na, welcher Nationalpark reizt euch am meisten? In jedem Fall wählt für eure Safari die Morgenstunden und den späten Nachmittag, da sind alle Lebewesen aktiv. Für die Mittagszeit nehmt euch ein Beispiel an den Wildtieren, die suchen vor der Mittagshitze Schutz. Siesta!

Nicht nur die Tierwelt ist sehr vielfältig. Die Landschaft wechselt zwischen Dornbuschsavannen, Inselbergen, Lagunen und Seen, Felsformationen, Wasserfällen und kleinen Waldstücken.

Fotos: © Michael Schulze

Unsere Guides, wie immer gut drauf, führten uns durch den Udawalawe-Nationalpark. Ein Erlebnis! 

Fotos: © Michael Schulze

Ungefähr 500 wilde Indische Elefanten leben hier und Michael wurde zum Rüsseltier-Paparazzi: Elefanten beim Baden im Udawalawe-Tank, einem großen Stausee im Zentrum des Parks, beim Spielen an den Wasserstellen, beim Duschen im Regen, beim Frühstücken des frischen Grüns, Dickhäuter Moms mit ihren putzigen Kids und natürlich das Highlight für jeden im Safari Jeep – ein Tusker. 

Fotos: © Michael Schulze

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Sri-Lanka Elefantenmütter mit Kind, Udawalawe-Nationalpark
Sri-Lanka-Elefanten begrüßen den Regen, Udawalawe-Nationalpark
Sri-Lanka-Elefant bei Regendusche, Udawalawe-Nationalpark

Tusker, Udawalawe-Nationalpark

Elefantenbullen mit langen Stoßzähnen – Tusker –  sind weltweit inzwischen eine Seltenheit geworden. Durch die Jagd auf Elfenbein, durch die Haltung als Nutztiere und die weltweit kleiner werdenden Lebensräume für wild lebende Elefanten, nahm die Population bedrohlich ab. Die Natur griff zuerst ein. Es wurden weniger Bullen mit großen, langen Stoßzähnen geboren, dafür mehr männliche Dickhäuter mit kurzen Stoßzähnen. 

Inzwischen sind auch die Menschen „wach“ geworden. In Sri Lanka sind Elefanten als Nutztiere verboten. Einzig erlaubt sind weiterhin Elefanten für religiöse Prozessionen. Große buddhistische Tempel haben teilweise noch ihre eigenen Elefanten. Diese kulturell wichtige Symbiose zwischen Mensch und Elefant existiert seit über zweitausend Jahren und ist für die traditionsbewussten Menschen Sri Lankas nicht wegzudenken. So findet alljährlich zur Vollmondzeit im Juli und August das Esala-Perahera-Fest in Kandy mit seinen großen Elefantenprozessionen statt. Nicht nur für Singhalesen der Höhepunkt des Jahres. Es gehört zu den berühmtesten Festen in ganz Südostasien. Wollt ihr das einmal miterleben?

Wir bestimmt. 

Im Januar sieht es in Kandy so aus.

Fotos: © Michael Schulze

Aber zunächst bleiben wir noch im Udawalawe-Nationalpark und bei den dort lebenden Elefanten. Nur fünf Kilometer vom Eingang entfernt findet ihr das Udawalawe-Elephant Transit Centre. Hier werden Waisen-Elefantenkälber aufgenommen und solange gepflegt bis sie in die Wildnis, in den Nationalpark entlassen werden können. Viermal täglich könnt ihr bei der Fütterung zuschauen. Wir haben eine miterlebt. Die kleinen Rüsseltiere eilten vom freien Feld zur Futterstation. Die Kleinsten waren die ersten, überholten im schnellen Lauf die größeren Elefantenkinder. Jeder bekam genug und dann plantschten sie noch am und im Wasserloch.

Fotos: © Michael Schulze

Waisen-Elefantenkälber, Udawadalawe-Elephant Transit Centre

Nur einer benahm sich wie ein Halbstarker, Namal. Er ist deutlich älter als seine Waisengeschwister und wird nie in der freien Wildnis leben können. Er bleibt hier. Warum? Er hat eine Beinprothese. Trotz Handicap verteidigte er sein Baderevier, bis er seine Prothese verlor. Ein Pfleger halfen ihm, die Prothese wieder anzulegen, so dass er nach Rempeleien, die er provozierte, wieder auf allen vier Beinen in’s freie Feld humpeln konnte. Die Prothese, eine Spezialanfertigung in Sri Lanka hergestellt und von Spenden der Besucher des Kölner Zoos finanziert, ermöglicht Namal das Überleben. Der Kölner Zoo unterstützt mit Knowhow und Geldspenden dieses Waisenhaus für Elefanten.

Fotos: © Michael Schulze

moma-Reporter des WDR berichteten am 29.11.2017 über das Udawalawe-Elephant Transit Center und über den Elefantenjungen „Namal“, dem die Kölner mit der Beinprothese das Leben gerettet haben.

Das Department of Wildlife Conservation hat durch die Nationalparks Schutzzonen für Elefanten und viele weitere einheimische Tierarten geschaffen. Diese wollten wir auch sehen. Voller Erwartung hatte Michael seinen Fotoapparat im Anschlag. Wir wurden nicht enttäuscht. Auf unserer „Jagdreise“, sprich Safari konnte Michael unglaubliche Fotos schießen. Unsere Jungs kannten sich gut aus. So steckten wir nicht im Pulk der Jeeps und mussten nicht um die beste Foto-Position kämpfen. Mit scharfen Augen entdeckten sie alles was kriecht, fliegt, schwimmt und fuhren behutsam in deren Nähe.

So lernten wir auch, dass es unter den Vögeln wahre Macho-Männchen gibt. Der Malabarhornvogel mauert sein Weibchen während des Brütens mit Lehm in eine Baumhöhle ein. Deshalb – kein Foto!

Fotos: © Michael Schulze

Und wo wohnt ihr am besten, wenn ihr in den Udawalawe-Nationalpark auf Foto-Safari fahren wollt?

Unsere Empfehlung „The Countryside Udawalawe“. Ein sehr sympatisches, junges Ehepaar baut ein kleines, sehr feines bezahlbares Ressort auf. Drei Häuser für je zwei Personen waren bereits fertig, ein zweistöckiges für 4-5 Personen fast fertig und ein zweites für 4-5 Personen im Plan, außerdem im Plan der Pool. Größer wird es nicht werden. Wir haben uns in dem großzügigen Haus mit gepflegtem Bad sehr, sehr wohlgefühlt. Ganz besonders genossen haben wir das sehr schmackhafte, traditionelle Frühstück mit Papadam und Coconatsambal sowie das Dinner, immer frisch zubereitet von Lahiru’s Schwester. Wir fahren bestimmt wieder zu Shalika und Lahiru. Schließlich müssen wir den Pool testen.

Fotos: © Michael Schulze

http://www.the-countryside-udawalawe-sri-lanka.en.ww.lk/about-us.html