Interessieren euch versunkene Königreiche, bevorzugt ihr Strandurlaub oder liebt ihr die tropische Tier- und Pflanzenwelt? Überall in diesem kleinen Inselstaat im Indischen Ozean begegnet ihr äußerst liebenswürdigen Menschen.

Fotos: © Michael Schulze

Tsunami (2004) und Bürgerkrieg (1983-2009) hatten uns die Lust, genommen dieses in jeder Weise abwechslungsreiche Land zu entdecken. Seit 2009 herrscht Frieden und der Wiederaufbau geht kontinuierlich voran. Die Menschen pflegen ihre Traditionen, geprägt vom Buddhismus und Hinduismus. Das Besondere, es gibt auch Gemeinsamkeiten, die diese beiden Religionen einen. Ein friedliches Miteinander von Singhalesen, Tamilen, Moors und Burgher funktioniert jetzt meist. Die Gleichberechtigung wird durch die allgegenwärtige Dreisprachigkeit deutlich: Singhalesisch, Tamil und Englisch. Seit 2009 wird vom ersten Schultag an Singhalesisch und Tamil gelehrt. Wir sprachen mit jungen Singhalesen. Sie sagten: „Wir sitzen mit Tamilen auf der gleichen Schulbank und endlich können wir uns unterhalten, verstehen, verständigen. Wir sind alle Sri Lanker, wollen im Frieden miteinander leben.“ Damith, unser Guide, hat es noch miterlebt: Angst vor Bombendrohungen in der Schule und es gab Tage, da entschied seine Mutter: „Heute bleibst du zu Hause, es ist zu gefährlich!“ Alle Menschen, denen wir begegneten, waren sich einig: Endlich ist die Zeit des Terrors vorüber und in unserem Land geht es aufwärts.

Fotos: © Michael Schulze

Gemeinsamkeiten von Hinduismus und Buddhismus

Gautama Buddha baut auf den Lehren des Hinduismus auf. Ausgangspunkt beider Lehren ist ein ewiges Weltgesetz (Dharma). Das bedeutet der Glaube an Wiedergeburt, an die unendliche Kette von Geburt, Tod und Wiedergeburt ist in beiden Religionen verankert.

Abseits der Bettenburgen

Im Talalla Retreat an der äußersten Südspitze könnt ihr hervorragend entspannen. Für jeden Geldbeutel gibt es Übernachtungen, von Gemeinschaftsunterkünften bis zum klimatisierten Einzelapartment. Ayurveda-Massagen, Yoga-Kurse und sportliche Aktivitäten halten euch fit. Nicht zu vergessen, das leckere Essen, frischer Kokosnusssaft und viel Obst. 

Direkt am Meer gelegen, müsst ihr nicht nur im Ressort abhängen. Es befindet sich direkt am öffentlichen Strand von Tallala und dieser ist sooooo sauber. Mit Selbstverständlichkeit nimmt jeder Gast und jeder Einheimische Dinge, die nicht an den Strand gehören wieder mit und entsorgt diese in vorgesehene Litter Bins.

Fotos: © Michael Schulze

Tallala Retreat, Sri Lanka

talallaretreat.com

Hier funktionieren noch die Dorfgemeinschaften. Wie das Miteinander fröhlich und gelassen gelingt, könnt ihr hautnah miterleben. Mit Sonnenaufgang kommen die Fischer mit ihrem Fang zurück. Sie waren die ganze Nacht unterwegs. Zahlreiche Helfer erwarten sie bereits. Gemeinsam ziehen sie das zwei Kilometer lange Tau aus dem Meer und legen es zum Trocknen am Strand aus. Am Ende ein vergleichsweise kleines, rundes Netz gefüllt mit den Früchten des Indischen Ozeans. 

Fotos: © Michael Schulze

Fischer beim Verteilen ihres Fangs

Mit Damith und Gayan, unseren beiden Guides, zwei junge, fröhliche Typen mit einem immensen Wissen über ihr Land, Geschichte, Religion, Tier- und Pflanzenwelt, Ökonomie und Politik, hatten wir auf unserer Reise viel Spaß und wir haben dabei sehr viel Neues erlebt, gesehen und verstanden.

Gayan Wijethunga und Damith Dilshan

Foto: © Gayan Wijethunga

Clever organisierten sie uns ein Whales Watching in Pool Position. Einzige Bedingung: frühes Aufstehen für die Fahrt zum Hafen von Mirissa und für den perfekten Platz auf dem Schiff, um einen Wal mit der Linse einzufangen. Geduld und Seefestigkeit werden durchs Auftauchen von Blauwalen belohnt.

Fotos: © Michael Schulze

kumaraandwhales.com